Kooperativen Gesamtschule Südstadt
   
  KGS Rostock
  Demokratie-Bus
 

Der Demokratie-Bus war wie auch zuvor im September 2015 an unserer Schule zu Gast. Das Team arbeitete vorwiegend mit den Klassenstufen 8 und 9, um ihnen die Möglichkeiten ihrer Mitwirkung in einem demokratischen Staat an konkreten Beispielen nahezubringen.

Die Klasse 9e bekam nach einer kurzen Einführung eine Aufgabe zum Thema Wahl. Die Schüler teilten sich in drei Gruppen und gründeten Parteien, die ein erfolgsversprechendes Wahlprogramm aufstellen mussten. Jede Partei musste ihr Wahlprogramm „öffentlich“ vorstellen. Dann wurde gewählt: mit richtigen Stimmzetteln und Wahlurne. 


"Für Gras, Gleichberechtigung und vor Allem Kitas-

aufstrebende Parteien ringen in Elefantenrunde um Wählerstimmen

Am 06. Oktober 2015 fand ein Sportereignis der besonderen Art statt- ein wählerisches Ringen politischer Schwergewichte. Die drei steil aufstrebenden Parteien ÖPD, G-faMe und RbP, die sich bislang Wahlkämpferischer Jungfräulichkeit erfreuten, trafen in einer Elefantenrunde aufeinander und versuchten jeweils mit mehr oder weniger Hieb und Stich-festen Argumenten den Wähler für sich zu gewinnen. Als erstes trat die ÖPD an, um das doch sehr erstaunte Publikum von der Notwendigkeit der Legalisierung von Hanf zu überzeugen. Dem nüchternen Zuhörer stieß jedoch schnell die etwas THC belastete Organisation innerhalb der Partei auf, obwohl die Argumente durchaus nicht rauchig waren. Den Höhepunkt bot die Darstellung der Verwendungszwecke durch den vom hastigen Genuss 2-3er Strickjacken ungewohnt sympathischen Parteivorsitzenden Cornelius, der auf die Frage nach konkreten, volksnahen Verwendungsmöglichkeiten auf die potentiellen Nährwerte von aus Hanf gefertigter Kleidung aufmerksam machte. Die zweite Darbietung war die der G-faMe, die neben einem kuriosen Namen doch seriöse Forderungen stellte. Unter Leitung der Vorsitzenden Wencke  und Lucas erarbeiteten die 5 Mitglieder ein teilweise längst fälliges Konzept der Gleichstellung von Ehepaaren und unverheirateten Paaren mit Kindern vor sozialen Hilfestellungen. Während heute Ehepaaren automatisch zu gleichen Teilen das Sorgerecht zugesprochen wird, bedarf es bei nicht verheirateten Paaren einer Menge Rennerei, bis auch der Vater das Sorgerecht erhält. Ein Beispiel von mehreren Missständen, die es zu beheben gilt. So sollen Alleinerziehende die Mehrwertsteuer bis zu einem Nettobetrag von 50€ erlassen bekommen. Und was die Einen in ihrem Wahlprogramm versprechen, tragen die  Anderen schon im Namen: die als drittes an den Start gegangene RbP (Regenbogenpartei) stellte ihr Konzept „Mensch ist Mensch“ vor, einem Titel der schon eine Ähnlichkeit zu Forderungen der G-faMe ahnen lässt. Und tatsächlich, auch sie beschäftigten sich mit der Gleichstellung von Paaren, in diesem Fall allerdings auf Homosexuelle spezifiziert. Doch neben Gras und essbaren Strickjacken, Steuerfreibeträgen und gleichberechtigten Regenbogenpaaren waren sich alle Parteien in einem Punkt einig: Kitaplätzen. Die ÖPD stand ähnlich der RbP für mehr Kitaplätze und eine Vergabe dieser an vorwiegend Alleinerziehende ein, die G-faMe unter dem fragwürdigen Titel FDJ-weil sie unsere Zukunft sind (für Förderung der Jugend!) forderte ein Mix aus allem: höheres Gehalt für Betreuer(innen), dadurch mehr Arbeitsplätze vergeben und so im Endeffekt die Jugend schon früh fördern.

Als Abschluss kam es zu einer vorläufigen Wahl, deren Ergebnis eine Gleichstellung von passender Weise RbP und G-faMe ergab. Zum Ende wurde jedoch eine Koalition mit RbP und ÖPD immer wahrscheinlicher, da wohl auch die Erbittertsten Kämpfer auch mal ' an ihrer Hose naschen wollen. Sieht gar nicht so gut für unsere FDJ aus…" (Lucas, 9e)